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Fachschule Sozialpädagogik

Dauer des Bildungsganges

Die Ausbildung dauert zwei Jahre.

Aufnahmevoraussetzungen

Erfolgreicher Besuch der Zweijährigen Berufsfachschule Sozialassistent/in, mindestens befriedigende Leistung im Fach Deutsch und Notendurchschnitt 3,0 in den berufsbezogenen Fächern einschließlich Praxis
und
Zusage einer von der Schule als geeignet anerkannten Einrichtung zur praktischen Ausbildung, persönliche Zuverlässigkeit und gesundheitliche Eignung.
Wenn die Übergangsvoraussetzungen nicht erreicht werden, kann nach Ausübung einer einjährigen einschlägigen Berufstätigkeit (als Sozialassistent/in) oder durch den erfolgreichen Besuch der Fachoberschule Klasse 12 mit dem Schwerpunkt -Sozialpädagogik- dennoch eine Aufnahme in die Fachschule erfolgen, wenn die aufnehmende Schule feststellt, dass der erreichte Bildungsstand eine erfolgreiche Mitarbeit in der Fachschule erwarten lässt.

Aufgaben und Tätigkeiten im Überblick

Erzieher sind in der vorschulischen Erziehung, in der Heimerziehung sowie in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Sie sind befähigt zu selbstständigem Planen, Durchführen und Reflektieren sowie zur Anleitung von Praktikantinnen und Praktikanten. Als Fachkräfte sollen sie sich den ständig wandelnden Anforderungen an erzieherische Führungsaufgaben anpassen können.
Sie arbeiten in Kindergärten und Kindertagesstätten, wo sie für die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern in Zusammenarbeit mit den Eltern verantwortlich sind. Im Kindergarten betreuen sie die Kinder in Gruppen, fördern das soziale Verhalten und helfen dem einzelnen Kind bei seiner Entwicklung. Erzieher regen die Kinder zu körperlichen, geistig und musisch ausgerichteten Betätigungen an.
Im Hort werden Schulkinder nach Schulschluss oder auch vor Beginn des Unterrichts betreut. Im Jugendzentrum, Haus der offenen Tür, Haus der Jugend und auf dem sozialpädagogisch betreuten Spielplatz geben sie Hilfen zur Planung und Organisation der Freizeit, helfen bei persönlichen Problemen.
Ein weiteres Arbeitsgebiet ist die Heimerziehung. Erzieher arbeiten hier zum Beispiel in Kinderheimen, Jugendwohnheimen, Einrichtungen für behinderte Kinder und Jugendliche sowie vereinzelt auch in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften. Sie sind hier wichtige Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen, nehmen wenn nötig Elternstelle ein. Sie sorgen für Körperpflege, Essen und Bekleidung, regen zu Freizeitbeschäftigungen an, organisieren Ferienaufenthalte, halten Kontakt zu Schulen und Ausbildungsbetrieben, begleiten die Kinder und Jugendlichen bei Arztbesuchen und zu Behörden.

Ziele

Fähigkeit, eigenverantwortlich und zielorientiert Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsprozesse bei Kindern und Jugendlichen zu gestalten.

Entfaltung eigener Bildungs- und Begabungsressourcen um Bildungsprozesse - z.B. beim Erwerb sprachlicher und anderer kognitiver Kompetenzen sowie sozial-emotionaler und musisch-kreativer Fähigkeiten - bei den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen planen und gestalten zu können.

Pädagogische Kernkompetenzen wie Beobachtungs- und Analysefähigkeit, Fähigkeit zur pädagogischen Beziehungsgestaltung, zur Team- und Elternarbeit sowie zur Qualitätssicherung der Arbeit.

Stundentafel

Lernbereiche

Wochen-
stunden

Berufsübergreifender Lernbereich
mit den Fächern

-Deutsch/Kommunikation
-Fremdsprache/Kommunikation
-Mathematik
-Naturwissenschaft
-Politik
-Religion

18

Berufsbezogener Lernbereich - Theorie
mit den Fächern

-Berufsrolle und Konzeptionen
-Zielgruppenorientierte Arbeitsprozesse
-Sozialpädagogische Beziehungsgestaltung
-Sozialpädagogische Bildungsarbeit
-Optionale Lernangebote

42

Berufsbezogener Lernbereich - Praxis
Während des Bildungsganges wird zusätzlich eine praktische Ausbildung in geeigneten sozialpädagogischen Einrichtungen durchgeführt. Die Dauer der praktischen Ausbildung beträgt 600 Zeitstunden

15
Summe
75


Praktische Ausbildung

Während des Bildungsganges wird eine praktische Ausbildung in zwei geeigneten sozialpädagogischen Einrichtungen mit verschiedenen Arbeitsfeldern durchgeführt. Die praktische Ausbildung ist von Lehrkräften der Fachschule - Sozialpädagogik - zu betreuen. Die Dauer der praktischen Ausbildung beträgt an der Fachschule - Sozialpädagogik - mit Vollzeitunterricht 15 Wochen. Die Leistungen, die die Schülerinnen und Schüler während der praktischen Ausbildung erbringen, werden von den betreuenden Lehrkräften - nach Rücksprache mit den Fachkräften der Einrichtung - bewertet und in einer Note für "Praxis Sozialpädagogik" zusammengefasst.Die gesamte praktische Ausbildung gilt als Fach der Stundentafel in der Fachschule - Sozialpädagogik - mit Vollzeitunterricht mit 5,5 Gesamtwochenstunden.

Hinweise zur Organisation

Der Unterricht wird montags bis freitags in der Zeit zwischen 7:50 und 14:50 Uhr erteilt.
Praktische Ausbildungsanteile können auch zu anderen Zeiten stattfinden.

Abschluss und Berechtigungen

Erwerb der Fachhochschulreife mit Bestehen der Abschlussprüfung, wenn der Sekundarabschluss I - Realschulabschluss vor Eintritt in die Fachschule erworben wurde
Der Bildungsgang endet mit einer Prüfung. Die erfolgreiche Prüfung berechtigt die Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte/r Erzieher/in" zu führen.

Zweij. Fachschule Sozialpädagogik
flyer_fs_sozialpaedagogik.pdf (452 KB)


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