Berufliches Gymnasium Wirtschaft

Dauer des Bildungsganges

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

 

Aufnahmevoraussetzungen

Aufgenommen werden können alle Schüler, die den erweiterten Sekundarabschluss I nachweisen. Dieser kann nach Abschluss der Klasse 10 in einer der nachfolgend genannten Schulen oder durch einen gleichwertigen Bildungsstand erworben werden:

Abschluss der Klasse 10 mit erweiterten Sekundarabschluss I:
Hauptschule, Realschule, Gesamtschule oder Gymnasium

Der erweiterte Sekundarabschluss I kann auch in weiteren Schulformen, wie z. B. Berufsfachschulen, erworben werden.

 

Ausbildungsziel

Das berufliche Gymnasium Wirtschaft ist eine Abteilung der Berufsbildenden Schulen Rinteln. Es wurde im Jahre 1950 als Wirtschaftsoberschule eingerichtet und gehört zu den ältesten Schulen dieser Art in Niedersachsen. Erfolge und Erfahrungen auf dem Gebiet der berufsbezogenen wie der allgemeinen Bildung haben seinen guten Ruf begründet. Das berufl. Gymnasium ist eine Schulform mit berufsorientierten Schwerpunkten. Hier sind besonders folgende Fächer zu nennen: -Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling -Volkswirtschaft -Informationsverarbeitung. Eine Ausbildung in diesen Fächern erscheint gerade in der Gegenwart von Bedeutung. Die erworbenen Kenntnisse erleichtern es dem Abiturienten, in gehobenen wirtschaftlichen und verwaltenden Positionen tätig zu werden. Selbstverständlich bereitet das berufl. Gymnasium nicht nur auf wirtschaftliche bzw. verwaltende Berufsausbildung und Berufstätigkeit vor, sondern bietet seinen Schülern ebenfalls die Möglichkeit, sich für Studiengänge aller Fachrichtungen zu qualifizieren, da es die Allgemeine Hochschulreife verleiht. Mit der Wahl des berufl. Gymnasiums Wirtschaft entscheidet eine Schülerin/ein Schüler sich für eine berufsbezogene Schwerpunktbildung im Rahmen des Berufsfeldes Wirtschaft und Verwaltung.

 

Hinweise zur Organisation

Die Dauer des Durchgangs durch die gymnasiale Oberstufe beträgt maximal 4 Jahre. Die Oberstufe gliedert sich in 1. die Einführungsphase (bisher Schuljahrgang 11); 2. die Qualifikationsphase (Schuljahrgänge 12 und 13); Der Unterricht wird in allen drei Jahrgängen in Schulhalbjahren und Schuljahren organisiert. Die Einführungsphase hat die Aufgabe, auf den Unterricht in der Qualifikationsphase vorzubereiten und ein dafür erforderliches Grundwissen zu vermitteln. Der Übergang von der Einführungsphase in die Qualifikationsphase erfolgt durch Versetzung. Die Qualifikationsphase dient dem Erwerb der Qualifikation für ein Studium oder andere Ausbildungswege. Zwischen den Schuljahrgängen dieser Phase gibt es keine Versetzung. Die Bewertungen in der Qualifikationsphase gehen in das Abiturzeugnis ein. Fremdsprachenbedingungen Für den fremdsprachlichen Unterricht besteht folgende Unterrichtsverpflichtung: 1. In der Einführungsphase ist die Teilnahme an der ersten Fremdsprache Pflicht. 2. In der Einführungsphase und der Qualifikationsphase ist die Teilnahme an einer weiteren Fremdsprache durchgehend Pflicht, sofern nicht im 7. bis 10. Jahrgang (im Gymnasium im 6. bis 9. Jahrgang, wenn sie nach Klasse 9 in das berufl. Gymnasium wechseln) am versetzungserheblichen Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilgenommen wurde. Facharbeit und Projektarbeit In einem Schulhalbjahr der Qualifikationsphase ist eine Fach- oder Projektarbeit anzufertigen, die den Schülerinnen und Schülern exemplarisch auch Gelegenheit zu vertieftem wissenschaftspropä-deutischem Arbeiten gibt. Sie kann als Einzel- oder Gruppenarbeit angefertigt werden und bezieht sich auf den Unterrichtsgegenstand eines Faches des Schulhalbjahres (Facharbeit) oder auf ein fächerübergreifend angelegtes Einzel- oder Gruppenprojekt innerhalb des Schulhalbjahres (Projektarbeit). Die Entscheidung über Facharbeit oder Projektarbeit sowie über Gegenstand und Zeitpunkt trifft die Schule. Die Bewertung der Facharbeit geht in die Bewertung des Faches des Schulhalbjahres ein, die Bewertung der Projektarbeit geht in die Bewertung der beteiligten Fächer des Schulhalbjahres ein. Abiturprüfung Die Reifeprüfung wird am Ende der Qualifikationsphase in fünf Fächern abgelegt. Die ersten bis vierten Prüfungsfächer sind schriftliche Prüfungsfächer, in denen bei Bedarf zusätzlich mündlich geprüft wird. Im fünften Prüfungsfach wird mündlich geprüft. Im ersten bis dritten Prüfungsfach wird der Unterricht auf einem erhöhten Anforderungsniveau erteilt, im vierten und fünften Prüfungsfach wird der Unterricht auf einem grundlegenden Anforderungsniveau erteilt. Im ersten und zweiten Prüfungsfach werden die Ergebnisse der Qualifikationsphase zweifach gewertet, im dritten, vierten und fünften Prüfungsfach werden die Ergebnisse der Qualifikationsphase einfach gewertet. Mit den fünf Prüfungsfächern müssen 1. das sprachlich-literarisch-künstlerische Aufgabenfeld (A), 2 das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld (B) und 3. das mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Aufgabenfeld (C) abgedeckt sein. Unterrichtsfächer Der Unterricht wird in Profilfächern, Kernfächern, Ergänzungsfächern und Wahlfächern erteilt. Profilfächer sind die das berufl. Gymnasium Wirtschaft prägenden Fächer Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlling, Volkswirtschaft und Informationsverarbeitung, Kernfächer sind Deutsch, die Fremdsprachen und Mathematik. Ergänzungsfächer sind die Naturwissenschaften, Religion oder Werte und Normen, Geschichte, Sport und Fachpraxis, Wahlfächer sind Politik und gegebenenfalls weitere Fächer aus dem Angebot der Schule. Gesamtqualifikation Aus den Leistungen der Schülerin/des Schülers in der Qualifikationsphase und den Leistungen in der Abiturprüfung wird durch Addition der Punkte eine Gesamtpunktzahl ermittelt, die Gesamtqualifikation. Die Gesamtqualifikation setzt sich etwa zu zwei Dritteln aus Leistungen in der Qualifikationsphase und etwa zu einem Drittel aus Prüfungsergebnissen im Abitur zusammen.