Auslandspraktikum in Kopenhagen

Koppenhagen

Vom 13. April bis zum 5. Juni 2026 hatten wir, sieben angehende Erzieherinnen der Klasse 
FSS 21a, die besondere Möglichkeit, ein Auslandspraktikum in Kopenhagen zu absolvieren. 
Für uns war dies nicht nur eine spannende Reise in ein anderes Land, sondern vor allem eine 
wertvolle fachliche und persönliche Erfahrung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben 
wird. 
Ermöglicht wurde unser Aufenthalt durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union. 
Erasmus+ fördert internationale Bildungs- und Austauschprojekte und unterstützt 
Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende sowie Fachkräfte dabei, Erfahrungen 
im europäischen Ausland zu sammeln. Neben der finanziellen Förderung übernimmt das 
Programm auch organisatorische Aufgaben und schafft so die Voraussetzungen dafür, dass 
junge Menschen andere Länder, Kulturen und Arbeitsweisen kennenlernen können. Ohne 
diese Unterstützung wäre ein mehrwöchiges Auslandspraktikum für viele von uns kaum 
möglich gewesen. Dafür sind wir sehr dankbar. 
Während unseres Aufenthaltes waren wir auf vier verschiedene pädagogische Einrichtungen 
verteilt. Dazu gehörten der Kindergarten „Tinsoldaten“, die Schulhorte „Mosen“ und „Toften“ 
sowie zwei Bauspielplätze für Kinder und Jugendliche. Besonders die Bauspielplätze 
unterschieden sich von vielen Einrichtungen, die wir aus Deutschland kennen. Dort konnten 
die Kinder ihre Freizeit sehr selbstständig gestalten, eigene Ideen umsetzen, bauen, spielen 
und Zeit mit verschiedenen Tieren verbringen. Diese Freiheit und das große Vertrauen, das 
den Kindern entgegengebracht wurde, beeindruckten uns von Beginn an. 
Gemeinsam wohnten wir in einem Studentenwohnheim in Kopenhagen. Dadurch hatten wir 
die Möglichkeit, auch außerhalb der Arbeitszeit viele Erlebnisse miteinander zu teilen und 
uns über unsere Erfahrungen in den verschiedenen Einrichtungen auszutauschen. Obwohl 
wir in unterschiedlichen Praxisstellen eingesetzt waren, konnten wir uns gegenseitig 
unterstützen und von den Erfahrungen der anderen profitieren. 
Der tägliche Weg zu unseren Einrichtungen führte uns mit Bus und Bahn durch die Stadt. Die 
öffentlichen Verkehrsmittel in Kopenhagen sind sehr gut ausgebaut und zuverlässig, sodass 
wir unsere Arbeitsstellen problemlos erreichen konnten. Schon nach kurzer Zeit waren wir 
mit den verschiedenen Verkehrsverbindungen vertraut und konnten uns sicher in der Stadt 
bewegen. 
Neben unseren Praktika blieb natürlich auch Zeit, Kopenhagen und die dänische Kultur 
kennenzulernen. Gemeinsam erkundeten wir die Stadt, besichtigten bekannte 
Sehenswürdigkeiten und entdeckten viele kleine Straßen und Orte abseits der typischen 
Touristenpfade. Dabei erhielten wir spannende Einblicke in das Leben der Däninnen und 
Dänen. Besonders die entspannte Atmosphäre, die Fahrradkultur und die offene Art der 
Menschen hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck. Die gemeinsame 
Freizeitgestaltung stärkte zudem unseren Zusammenhalt als Gruppe und machte die Zeit in 
Kopenhagen zu einem ganz besonderen Erlebnis. 
Fachlich stellte uns das Praktikum vor einige Herausforderungen. Vor allem in den ersten 
Wochen mussten wir uns an die dänische Pädagogik gewöhnen, die sich in vielen Bereichen 
von der deutschen unterscheidet. Aus unserer Sicht wirkt die pädagogische Arbeit in 
Dänemark deutlich ungeplanter. Den Kindern wird sehr viel Vertrauen entgegengebracht und 
sie erhalten mehr Freiräume, um eigene Erfahrungen zu sammeln. Statt vieler Regeln und 
Vorgaben steht die Selbstständigkeit der Kinder im Mittelpunkt. Anfangs fiel es uns nicht 
immer leicht, diese Arbeitsweise nachzuvollziehen, da wir andere pädagogische Ansätze 
gewohnt waren. Mit der Zeit erkannten wir jedoch die Chancen und Stärken dieses Konzepts. 
Wir konnten beobachten, wie selbstständig, verantwortungsbewusst und selbstbewusst viele 
Kinder handelten. 
Eine weitere Herausforderung war die Sprache. Obwohl die meisten Mitarbeitenden gut 
Englisch sprechen und auch wir uns überwiegend auf Englisch verständigen konnten, war die 
Kommunikation nicht immer einfach. Besonders zu Beginn kostete es Überwindung, sich in 
einer fremden Sprache auszutauschen und aktiv am Arbeitsalltag teilzunehmen. Gleichzeitig 
waren wir motiviert, möglichst viele dänische Wörter und Redewendungen zu lernen. Mit 
jeder Woche wurden wir sicherer und konnten uns immer besser verständigen. 
Besonders positiv haben wir die Offenheit und Freundlichkeit der Teams in den 
Einrichtungen erlebt. Wir wurden von Anfang an herzlich aufgenommen und aktiv in den 
Alltag integriert. Schon nach kurzer Zeit übernahmen wir eigene Aufgaben und konnten uns 
mit unseren Ideen einbringen. Dadurch fühlten wir uns schnell als Teil der Teams und 
konnten wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Die Mitarbeitenden begegneten uns 
stets hilfsbereit und unterstützten uns dabei, die pädagogische Arbeit und die dänischen 
Besonderheiten besser zu verstehen. 
Rückblickend war das Auslandspraktikum für uns alle eine einmalige Erfahrung. Wir konnten 
nicht nur neue pädagogische Ansätze kennenlernen, sondern auch unsere Selbstständigkeit 
stärken, unsere Sprachkenntnisse erweitern und viele persönliche Erfahrungen sammeln. Das 
Leben und Arbeiten in einem anderen Land hat uns gezeigt, wie bereichernd der Blick über 
die eigenen Landesgrenzen hinaus sein kann. 
Die vergangenen zwei Monate haben uns sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht 
und werden uns auf unserem weiteren Weg als angehende Erzieherinnen sicherlich 
begleiten.

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