Spendenübergabe an die Kinderkrebsstation Minden

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Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagieren sich die Schülerinnen und Schüler der BBS Rinteln für Kinder, die an Krebs erkrankt sind – und für deren Familien. Auch der aktuelle Abiturjahrgang setzte diese Tradition fort: Am 11. März 2026 besuchten einige Schülerinnen des 13. Jahrgangs die Kinderkrebsstation des Johannes Wesling Klinikums Minden, um eine Spende in Höhe von 402,35 Euro an die Initiative Eltern krebskranker Kinder Minden e.V. zu überreichen.

Das Geld hatten die Schülerinnen und Schüler beim Rintelner Adventszauber am zweiten Adventswochenende erwirtschaftet. Mit großem Einsatz betrieben sie einen Weihnachtsmarktstand, an dem sie Heißgetränke und selbstgebackene Kekse verkauften. Einen Teil des Erlöses stellten sie bewusst der Elterninitiative zur Verfügung, um Projekte zu unterstützen, die Familien während dieser schweren Zeit entlasten und den Alltag auf der Kinderkrebsstation etwas erleichtern.

Vor Ort wurden die Schülerinnen herzlich von den Vorsitzenden Maja Schulz und Claudia Bahl empfangen. In einem ausführlichen Gespräch erhielten sie Einblicke in die Arbeit des Vereins sowie in den Alltag der Kinder auf der Station, die während ihrer oft wochen- oder monatelangen Therapiezeiten viele Herausforderungen bewältigen müssen.

Besonders beeindruckend war zu erfahren, wofür Spendengelder eingesetzt werden. Dazu gehören sowohl größere Projekte als auch viele kleinere Initiativen, die den Kindern und ihren Familien den Alltag erleichtern sollen. So berichteten die Vorsitzenden unter anderem von einem Telepräsenz-Avatar, einem kleinen Roboter mit Kamera und Lautsprecher. Dieser kann von Mitschülerinnen und Mitschülern mit in die Schule genommen werden, sodass erkrankte Kinder trotz ihres Krankenhausaufenthalts aus der Ferne am Unterricht teilnehmen und mit ihrer Klasse in Kontakt bleiben können.

Großen Eindruck hinterließ auch die sogenannte „Quietschküche“, ein durch Spenden entstandener Aufenthaltsraum auf der Station. Dort haben die Kinder und ihre Familien Zugang zu einer eigenen Küche und einen Ort, an dem sie gemeinsam Zeit verbringen können. Zusätzlich organisiert die Initiative zahlreiche Angebote, die den jungen Patientinnen und Patienten Freude und Ablenkung schenken – beispielsweise Geschenke zu Weihnachten und Geburtstagen, die sogenannten „Mutperlen“, die die Kinder während ihrer Therapie sammeln, oder besondere Betreuungsangebote.

Ein besonders emotionaler Moment auf der Kinderkrebsstation ist das Läuten der Glocke, das die Kinder nach erfolgreichem Abschluss ihrer Therapie durchführen dürfen. Bei diesem bewegenden Moment stehen Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte Spalier – ein symbolischer Schritt in einen neuen Lebensabschnitt.

Die Einblicke in die Arbeit der Initiative und das Leben auf der Station haben die Schülerinnen sehr berührt. Ihr Besuch machte deutlich, wie wichtig Engagement und Solidarität sind, um betroffenen Kindern und ihren Familien Unterstützung und Hoffnung zu geben.

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